CBD – was ist das?

Hanfblüte Cola CBD-HarzCBD (Cannabidiol aus dem Harz der Hanfblüte) wird seit kurzem als das neue “Wundermittel” gehandelt.
Was kann CBD für unsere Gesundheit tun?
Wie wirkt CBD?
Ist CBD sicher und legal?

Wie wirkt CBD?

CBD wirkt über die CB-Rezeptoren, die wir überall in unserem Körper haben. CBD hat ein sehr breites Wirkungsspektrum. Für mich ist die wichtigste Wirkung die, dass CBD den Körper in die sogenannte Homöostase bringt, also ins Gleichgewicht. CBD unterstützt dieses Gleichgewicht auf allen Ebenen, mental, geistig und körperlich.

Egal, welche gesundheitlichen Probleme auftreten, CBD versucht, den Körper auszubalancieren.

Beispiele für Homöostase sind

  • das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts,
  • die Reflexe zur Sicherungs des Gleichgewichts (ältere Menschen stürzen häufiger, weil die Gleichgewichtsreflexe nicht mehr so gut funktionieren),
  • die Regulierung der Körpertemperatur,
  • die Blut-Hirn-Schranke uvm.

Es gibt viele Erfahrungsberichte von Menschen, die die entzündungshemmende, schmerzstillende, krampflösende und entspannende Wirkung von CBD bestätigen. Und es gibt auch Gerichtsurteile, die Schmerzpatienten den Anbau von Hanf zur Deckung des Eigenbedarfs im Rahmen einer Schmerztherapie erlauben. CBD wird auch bei Chemotherapien eingesetzt, da es Patienten mit starker Übelkeit schnell hilft.

Ich selbst habe vor Monaten angefangen, CBD-Öl zu verwenden, weil ich Gelenkprobleme hatte. Das hat wunderbar gewirkt und gleichzeitig sind auch andere Beschwerden verschwunden, denn mein Körper ist mehr und mehr in die Homöostase gekommen. Das geht allerdings nicht von heute auf morgen, es braucht seine Zeit.

CBD wirkt stark antioxidativ, denn CBD hat ein freies Sauerstoffatom, das die schädlichen freien Radikale an sich binden und neutralisieren kann. Freie Radikale sind für sehr viele Erkrankungen besonders im Zusammenhang mit dem Altern verantwortlich. Mit zunehmendem Alter produziert unser Körper immer weniger Antioxidantien selbst und ältere Menschen nehmen wenig Antioxidantien mit der Nahrung auf. Freie Radikale können im Körper großen Schaden anrichten, wenn sie nicht durch ausreichende Mengen zugeführter Antioxidantien – wie z.B. CBD – neutralisiert werden.

CBD ist nicht psychoaktiv, d.h. es ist nicht berauschend und es macht auch nicht abhängig. CBD ist ein Naturprodukt, daher wirkt es bei jedem Menschen unterschiedlich schnell und es werden individuell angepasste Mengen benötigt, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Es ist am besten, mit einer geringen Dosis zu beginnen und dann langsam zu steigern. Wie schnell du eine Wirkung feststellst, hängt u.a. vom Körpergewicht, der Dosis und dem Anwendungsbereich ab. CBD gilt als sehr sicher, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende 2017 in einem Bericht festgestellt, dass es sehr gut verträglich ist und absolut kein Abhängigkeits- oder Missbrauchspotential habe. Nebenwirkungen von CBD können eine leichte Schläfrigkeit, niedriger Blutdruck mit leichtem Schwindel oder auch ein trockener Mund sein. Diese leichten Nebenwirkungen verschwinden aber meist nach kurzer Zeit.

CBD hat keine wesentlichen Nebenwirkungen, es kann aber zu einer verstärkten Wirkung von Medikamenten kommen. Denn CBD beeinflusst die Aktivität von Enzymen, die auch für den Abbau einiger Medikamente zuständig sind. Sprich unbedingt mit deinem Arzt darüber, wenn du CBD verwenden möchtest und folgende Medikamente einnimmst:

  • Antidepressiva (z.B. Clomipramin, Doxepin)
  • Schmerzmittel (z.B. Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol)
  • Gerinnungshemmer (z.B. Warfarin)
  • Psychopharmaka oder Neuroleptika
  • Säurehemmer/Magenschutz (z.B. Pantoprazol)

Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, sprich immer mit deinem Arzt darüber, dass du auch CBD verwendest. Eventuell muss die Dosis deines Medikamentes angepasst werden.

Woraus wird CBD gewonnen?

CBD wird aus der Hanf-Pflanze gewonnen, die wie der Hopfen zur Familie der Cannabaceae gehört, die beiden sind sehr eng verwandt. Das Harz der Hopfenpflanze gibt dem Bier einen bitter-fruchtigen Geschmack. Das Harz der Hanf-Pflanze enthält gesundheitsfördernde Cannobinoide. Es wird häufig mit Haschisch oder Marihuana gleichgesetzt, das ist nicht richtig. Es kann auch das nicht-psychoaktive CBD daraus gewonnen werden.

Cannabis ist der botanische Name der Hanf-Pflanze. Aus dem Harz von Hanf/Cannabis kann das berauschende THC/Marihuana und Haschisch gewonnen werden. Es kann aber auch das nicht psycho-aktive Cannabidiol (CBD) daraus hergestellt werden. Es gibt neben THC und CBD noch viele andere Cannabiniode, ca. 100 sind mit heutigem Stand bekannt. Diese sind aber noch nicht sehr gut erforscht und auch selten im Handel erhältlich. Erste Studien zeigen aber sehr spannende Ergebnisse und in den nächsten Jahren werden einige dieser Cannabinoide ähnliche oder vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit bekommen wie jetzt CBD. Beispielsweise wurden beim Cannabinoid CBC (Cannabichromen) entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkungen festgestellt und bei CBG (Cannabigerol) wurden stark schmerzlindernde, antidepressive und auch krebshemmende Wirkungen nachgewiesen.

Die Hanf-Pflanze kann außerordentlich vielseitig genutzt werden. Aus ihr können lange, stabile Fasern gewonnen werden, sie trägt sehr proteinreiche Samen, aus denen auch Hanfsamenöl gepresst werden kann und und die weibliche Blüte enthält das Harz, aus dem Cannabinoide gewonnen werden. Und nicht zuletzt verbessert sie die Bodenstruktur, zieht Schadstoffe aus dem Boden und verbessert die Bodenfruchtbarkeit.

Wie wird CBD angewendet?

CBD gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, die wichtigsten sind:

  1. in Öl gelöst
  2. als Isolat (kristallines Pulver)
  3. als Kapseln
  4. in Cremes und Salben
  5. als Blüten zur Inhalation

Zu 1.  Der Darreichungsform CBD Öl verdankt Cannabidiol seine Bekanntheit. Der Wirkstoff ist in einem Trägeröl gelöst, häufig in Hanfsamenöl, aber auch andere Öle eignen sich gut. Es lässt sich mit einer Tropfpipette leicht und sicher dosieren und es kann ohne weitere Hilfsmittel konsumiert werden. Die kleinen Fläschchen lassen sich bequem mitnehmen zur Arbeit, zum Sport etc.

Zu 2.  CBD Kristalle/Pulver haben den Vorteil, dass man den Wirkstoff sehr gut dosieren kann. Es hat außerdem das beste Preis-Leistungsverhältnis und ist daher gut geeignet für Menschen, die aufgrund chronischer Krankheiten CBD langfristig verwenden möchten. Häufig übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht und es ist notwendig, ein kostengünstigeres Produkt zu wählen. CBD Pulver weist einen hohen Reinheitsgrad auf (bis zu 99,8%), es wird als Isolat verkauft. Die Kristalle sind sehr fein gekörnt und haben eine Konsistenz wie Puderzucker.

Zu 3.   CBD-Kapseln enthalten den Wirkstoff in Öl gelöst. Das CBD-Öl gelangt so nicht in den Mund, viele Menschen mögen den oft bitteren, erdigen Geschmack nicht. Die Kapseln wirken allerdings nicht so schnell wie das Öl und es geht im Magen-Darm-Trakt auch viel von der Wirkung verloren.

Zu 4.   CBD Cremes und Salben werden zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen wie z.B. Akne oder Neurodermitis eingesetzt, es gibt viele Kosmetikprodukte, denen CBD zugesetzt wird. Sehr beliebt sind auch Massage-Balms gegen Muskelverhärtungen, Gelenkprobleme und Muskelkater.

Zu 5.   CBD als Blüte ist besonders in unseren Nachbarländern, der Schweiz und Österreich, sehr beliebt. In der Schweiz ist der Verkauf von CBD-Blüten klar gesetzlich geregelt, an einer Versteuerung entsprechend der Tabaksteuer wird gearbeitet. Dort dürfen Blüten mit einem THC-Gehalt von bis zu einem Prozent frei verkauft werden. In Deutschland liegt die Grenze bei 0,2 Prozent und in Österreich bei 0,3 Prozent. Ein Vorteil der Blüten ist, dass diese inhaliert werden, am besten mit einem Vaporizer, und das CBD schnell wirkt. Die Blüten werden unverarbeitet verkauft, das bedeutet auch, dass alle Cannabinoide, Terpene und Flavonoide noch enthalten sind.

Im Handel sind viele weitere CBD-Produkte erhältlich wie CBD-Schokolade, CBD-Kaugummi, CBD-Kekse und auch Hanf-Tee, manchmal gemischt mit Lavendelblüten für einen besseren Schlaf oder mit Rosmarin als Frühstückstee.

Wie lange wird Cannabis schon verwendet?

Die Cannabispflanze wurde schon in den indischen Veden (ca. 1500 bis 1300 v. Chr.) beschrieben und im chinesischen Buch Chu-tzu (ca. 300 v. Chr.) als heilige Heilpflanze erwähnt. Die Blätter und Blüten der Hanfpflanze wurden in vorchristlicher Zeit in vielen Kulturen auch bei religiösen Ritualen und Heilungs-Zeremonien genutzt.

Viele europäische Heilkundige in den vergangenen Jahrhunderten haben Hanf bei ihren Behandlungen verwendet. Hildegard von Bingen (1098 – 1179) baute den von ihr benötigten Hanf in ihrem Klostergarten an. Der Arzt  Paracelsus (1493 – 1541) empfahl Cannabis bei Gelenk- und Muskelproblemen. Der deutsche Mediziner Hieronymus Bock (1498 – 1554 ) empfahl Hanfsamen gegen trockenen Husten und Umschläge mit dem Hanfkraut bei Gicht und Hitze des Kopfes und der Glieder”. Samuel Hahnemann (1755 – 1843), der Begründer der Homöopathie, beschrieb die Wirkung der Hanfpflanze auf vielen Seiten in seinem Werk “Reine Arzneimittellehre (1811).

Im 19. Jahrhundert waren Cannabis-Produkte die meist verkauften Arzneimittel in den Apotheken Europas und auch in den USA. Viele Ärzte berichteten von erfolgreichen Behandlungen vieler Erkrankungen wie chronische Schmerzen, Gelenkentzündungen, Migräne, Asthma, Mentruationsbeschwerden, Schlaflosigkeit, Depressionen uvm.  Besonders beliebt waren Asthmazigaretten, die unter anderem auch berauschende Cannabisblüten enthielten. Es gab viele verschiedene Darreichungsformen wie Hanf-Tinkturen, Tabletten und Salben gegen Muskelschmerzen. Ein Problem war allerdings die fehlende Standardisierung und die daraus folgenden Dosierungsprobleme, die Wirkung war nicht immer gut vorhersehbar.

Ist CBD legal?

Ja. Voraussetzung ist allerdings, dass der THC-Gehalt (das ist das psychoaktive, berauschende Cannabinoid) unter 0,2% liegt. Das ist bei allen in Deutschland zugelassenen Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln der Fall. Bitte unbedingt beim Kauf darauf achten, dass ihr das CBD von einem seriösen Anbieter kauft, der garantiert, dass der THC-Gehalt maximal 0,2% beträgt. Das ist bei Anbietern im Internet nicht immer der Fall. Sonst könnt ihr in große Schwierigkeiten geraten, wenn ihr z.B. Leistungssport betreibt, da THC auf der Dopingliste steht. Und auch im Strassenverkehr kann THC im Blut problematisch werden, wenn ihr in eine Kontrolle kommt oder gar in einen einen Unfall verwickelt werdet.

Über CBD und seine Wirkungsweise gibt es so unendlich viele spannende Dinge zu erzählen, dass ich das nicht alles in einem Blogartikel packen kann, es werden noch weitere Artikel folgen. Deshalb behalte bitte meine Website im Auge, wenn du dich für das Thema interessierst. Nachdem ich angefangen habe, zu dem Thema zu recherchieren, ist nach kurzer Zeit ein Buch draus geworden, damit du die Informationen kompakt lesen kannst, alles kann ich nicht in Blogartikeln unterbringen ?

Hier erfährst du mehr über das Buch:  Cannabidiol – CBD und sein Unterstützerteam.

Und bald erscheint hier auf meinem Blog der nächste Artikel: CBD und das Endocannbinoid-System. Sobald er fertig ist, verlinke ich ihn hier

 

 

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